Rehacare: Prothese aus dem 3-D-Drucker

19.10.2017

Augensteuerung für den Rollstuhl jetzt möglich

Den Rollstuhl mit den Augen steuern – das gehört zu den technischen Neuheiten auf der Rehacare in Düsseldorf. Die Internationale Fachmesse präsentiert Entwicklungen, die Menschen mit Behinderungen den Alltag erleichtern sollen.
 Schwerstbehinderte, die sich weder bewegen noch sprechen können, steuern den ,,SeeTech Whelchair“ mit den Augen. Als Kommunikationshilfe dient ein Monitor am Rollstuhl. Er bildet die Umgebung ab. Man fixiert mit den Augen die eingeblendete Schaltfläche und wählt den Bereich zu dem man fahren möchte. Schließt man die Augen oder fixiert das Stopp-Symbol, hält der Rollstuhl an.

Schreibhilfe ausdrucken

Auch 3-D-Drucker bieten neue Hilfen. Griff- und  Schreibhilfen für Rheumakranke oder individuell gestaltete Prothesen können Betroffene damit künftig selber herstellen. Die Daten wie etwa Baupläne oder 3-D-Modelle, werden in gängigen Internetplattformen für jeden frei zur Verfügung gestellt. Mit einem speziellen Handschuh können Menschen mit eingeschränkter Handfunktion etwa nach einem Schlaganfall wieder Gegenstände greifen und festhalten. Durch Sensoren in den Fingerspitzen verstärkt der Handschuh die Kraft seines Anwenders und macht es ihm möglich, Gegenstände selbstständig zu greifen und zu transportieren.
Neue extra lange Stöcke bekommen kleine Kinder mit Sehbehinderung in die Hand. Durch sie erleben sie spielerisch ihre Wahrnehmung, so dass es für sie selbstverständlich wird, mit dem Langstock mobil zu sein.