#RechtAufKommunikation muss für Alle umgesetzt werden!

15.05.2019

Bei der Aktion #RechtAufKommunikation geht es darum, gemeinsam aktiv zu werden und den Betroffenen sowie deren Angehörigen – insgesamt rund 250.000 Menschen – ihre längst versprochene Unterstützung zuzusichern.

Niemand ist sprachlos! Assistierende Technologien ermöglichen Menschen mit Spracheinschränkung am Gesellschaftsleben teilzuhaben (Foto: LIFEtool)

Menschen mit Sprachbehinderungen sind nicht sprachlos, sie werden vielmehr sprachlos gemacht


Anlässlich des „Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ am 5. Mai startete die Diakonie in Kooperation mit VERBUND und LIFEtool die Initiative #RechtAufKommunikation.

Es geht um die Themen unterstützte Kommunikation und technische Hilfsmittel für Menschen ohne Lautsprache.

„Das Recht auf Kommunikation ist Diakonie, LIFEtool und VERBUND seit langem ein gemeinsames Anliegen.

Seit 10 Jahren unterstützt VERBUND im Rahmen des VERBUND-Empowerment Fund der Diakonie Menschen, die Hilfsmittel für ihre Kommunikation benötigen, und sich diese ohne finanzielle Unterstützung nicht leisten könnten“, erklärt Maria Katharina Moser, Direktorin der Diakonie Österreich.

"Die bürokratischen Irrwege ohne zentrale Beratungsmöglichkeit sind so groß wie vor 10 Jahren."

Bis heute gibt es weder einen Rechtsanspruch noch einheitliche Finanzierungshilfe für Betroffene“, so Moser . „Außerdem sind die bürokratischen Irrwege ohne zentrale Beratungsmöglichkeit so groß wie vor 10 Jahren“.

Der Katalog, in dem sich Hilfsmittel für Menschen finden, die wegen einer Behinderung oder Erkrankung technische Unterstützung brauchen, wurde seit 1994 nicht erneuert.

„Dementsprechend ist auch der Hilfsmittelkatalog aus der Zeit gefallen, und schon lange nicht mehr auf dem Stand der heutigen Technik“, kritisiert die Diakonie.

„Trotzdem stellt er aber immer noch die Grundlage für Unterstützungsentscheidungen der Versicherungen dar“.

„Es ist hoch an der Zeit, dass endlich Verbesserungen für die rund 63.000 Betroffenen in Österreich umgesetzt werden. Die Vorschläge für entsprechende Maßnahmen liegen seit Jahren am Tisch“, so Moser.

Diakonie und VERBUND verweisen gemeinsam auf folgende Forderungen und starten die Initiative #RechtAufKommunikation:

  1. Rechtsanspruch auf assistierende Technologien und kommunikative Hilfsmittel
  2. Errichtung einer zentralen Anlaufstelle für Menschen, die Hilfsmittel benötigen (Vernetzung der Kostenträger im Hintergrund)
  3. Anpassung des veralteten Hilfsmittelkatalogs

Es geht darum,  gemeinsam aktiv zu werden und den Betroffenen sowie deren Angehörigen – insgesamt rund 250.000 Menschen – ihre längst versprochene Unterstützung zuzusichern.

„Niemand darf sprachlos bleiben! Das Recht auf Kommunikation gilt für alle“, so Diakonie-Direktorin Moser abschließend.

 

Quelle: Diakonie