Klartext statt Fachchinesisch: Das Projekt "Klare Worte"

25.08.2016

Wer Post vom Amt bekommt, muss diese oft mehrmals lesen - ist sie oft gespickt mit Fachjargon und komplizierten Formulierungen. Verbannung von Amtsdeutsch aus den Briefen der Ämter statt mehrmaliges Lesen, das ist das Ziel in Salzburg.

Vorangegangen ist das Jugendamt der Stadt Salzburg. Gemeinsam arbeitete ein Team am Projekt "Klare Worte" und sorgt für besser verständliche Amtsbriefe vom Jugendamt.

Wie die Texte umgeschrieben wurden

Zum leichteren Verständnis wurden beispielsweise beim Jugendamt Fachausdrücke näher erklärt, Passivsätze und gewohnte Floskeln werden nicht mehr verwendet."Da sind einige Schreiben sogar länger, aber trotzdem verständlicher geworden", erklärt Jugendamtsleiterin Heidi Moser.

Rückfragen zurück gegangen

Die MitarbeiterInnen der Ämter seien für die Menschen da, nicht zum Erklären komplizierter Schriftstücke: "Der neue Umgang mit den Texten hat dazu geführt, dass wir merkbar weniger Rückfragen erhalten. Das ist eine echte Arbeitserleichterung und bringt mehr Zeit im Umgang mit den Menschen", sagt Sozial-Vizebürgermeisterin und Initiatorin des Projekts Anja Hagenauer. Momentan werden die Schreiben von Sozialamt und Senioreneinrichtungen umformuliert. Jene des Wohnungsamtes werden bald folgen.

Für die Mitarbeiter ergibt sich durch die neuen Texte bereits eine Entlastung: „Es sind einfach die Anrufe weniger. Es wird weniger nachgefragt, was denn das Amt jetzt wirklich will, weil die Leute das jetzt einfach verstehen.“

Auch andere Abteilungen interessieren sich

Die übrigen Abteilungen des Salzburger Magistrats und das Amt der Salzburger Landesregierung planen bereits, die leicht verständlichen Mustertexte der städtischen Jugend- und Sozialabteilung zu übernehmen.

(Quelle: stadt-salzburg.at - Stadt zeigt vor, wie‘s geht: Verständliche Schriftstücke vom Amt)

(von Stadt Salzburg)