Unzufrieden mit dem Gleichstellungsgesetz

17.05.2016

"Um kurz nach fünf am frühen Morgen kommt die Sonne raus, es wird allmählich wärmer. Die Männer und Frauen in den Rollstühlen werden wach, trinken Kaffee aus der Thermoskanne. Eine Frau schält sich aus der Decke, die sie in der Nacht vor der Kühle am Spreeufer geschützt hat. Doch es war auszuhalten, sagt sie: 'Wenn es kälter oder regnerisch gewesen wäre, dann wäre es hart geworden. Aber so war es großartig - wir haben das ganz spontan gemacht.' Sie habe eigentlich damit gerechnet, dass es nur drei bis fünf Leute sein würden, die die Nacht über ausharren, aber es waren immer mindestens 20 Leute da, sagt sie."

"Das Behinderten-Gleichstellungsgesetz, gegen das sich der Protest richtet, sieht vor, dass staatliche öffentliche Gebäude künftig barrierefrei sein müssen. 'Das reicht uns nicht', sagt Jens Merkel, der aus Grimma bei Leipzig hierher gekommen ist, denn die Privatwirtschaft bleibt ausgeklammert. Damit wären viele Orte, die auch öffentlich sind, für ihn mit seinem Rollstuhl weiter kaum zu erreichen. Gaststätten, Kinos oder andere Angebote im öffentlichen Raum werden weiter nicht zur Berrierefreiheit verpflichtet, sagt er."

Berichterstattung im Fernsehen

Rollstuhlfahrer unzufrieden mit Gleichstellungsgesetz

tagesschau 15:00 Uhr, 12.05.2016, Annekarin Lammers, ARD Berlin

(Quelle: tagesschau, Barrierefrei bis Hawaii, Alex Krämer, ARD-Hauptstadtstudio)

(von KI-I)