Erfahren, wie Beeinträchtigte ihr Leben bestreiten.

05.10.2017

Linz/Freistadt:

Am Freitag, 13 Oktober findet von 15 bis 19 Uhr im Salzhof Freistadt erstmals der Tag ohne Barriere statt.

„Mit dieser Veranstaltung wollen wir die Bevölkerung für verschiedene Beeinträchtigungen sensibilisieren. Zusätzlich soll durch diese Veranstaltung Barrierefreiheit für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen erlebbar gemacht werden“, sagt Michael Leitner, Geschäftsführer des oberösterreichischen Zivil-Invalidenverbandes während einer Pressekonferenz am Mittwoch in Linz. So wird unter anderem ein Darkroom eingerichtet, in dem die Besucher im blinden Zustand Getränke zu sich nehmen können.

Zusätzlich wird ein Schnellkurs in Gebärdensprache angeboten. Barrierefreiheit ist kein Randgruppenthema „Einer von fünf Österreichern hat ein Hör- und einer von 30 eine Sehbeeinträchtigung. Wenn man bedenkt, dass nur eine von rund 100 Personen im Rollstuhl sitzt, ist das eine große Gruppe“, sagt der Experte zum Thema Barrierefreiheit und Unternehmensberater Hans Dirnberger. Für Leitner und Dirnberger ist Barrierefreiheit außerdem ,,mehr als nur eine Rollstuhlrampe oder ein Lift“. Barrierefreiheit bedeutete außerdem Unfallvermeidung. Als Beispiel nennen die beiden Warnhinweise auf Glastüren.

Die diesjährige Veranstaltung mit dem Namen ,,G‘hört, g,sehn“ bildet den Anfang einer dreiteiligen Serie, die vom Zivil-Invalidenverband veranstaltet und von Kurt Prandstetter von der RegionalCaritas Freistadt organisiert wird.

Quelle: nachrichten.at