WINTEC-Preis 2016 geht an Lorm Hand für taubblinde Menschen

21.10.2016
Tom Bieling, Alois Stöger bei WINTEC-Preisüberreichung 2016

v.l.n.r.: Tom Bieling, Alois Stöger (Copyright: BKA/Denise Rudolf, Denise Rudolf)

WINTEC-Preisüberreichung 2016

v.l.n.r.: Christoph Veigl, Benjamin Aigner, Martin Deinhofer, Sabine Seidler (Copyright: BKA/Denise Rudolf, Denise Rudolf)

WINTEC-Preisüberreichung 2016

v.l.n.r.: Erich Schmid, Markus Toman, Christioph Gisinger, Dietmar Schabus, Michael Pucher (Copyright: BKA/Denise Rudolf, Denise Rudolf)

Sozialminister Stöger und die WINTEC-Jury verliehen kürzlich den heurigen WINTEC-Preis. Der erste Platz ging an das Projekt "Lorm Hand - Tragbare Kommunikationsgeräte für Taubblinde" von Tom Bieling von der Universität der Künste Berlin. Gemeinsam mit einem Team internationaler DesignforscherInnen und in Zusammenarbeit mit “Betroffenen“ entwickelte Tom Bieling ein mobiles Kommunikationsgerät für taubblinde Menschen, die von unterschiedlichen Formen der Kommunikation mitunter stark ausgeschlossen sind. Bei diesem Kommunikationsgerät handelt es sich um einen Handschuh, mit dessen Hilfe sich das deutsche Tastalphabet Lorm in digitalen Text übersetzen lässt und umgekehrt. Mit Hilfe kleiner Sensoren kann der gelormte Text beispielsweise per SMS oder Email verschickt oder als Sprachnachricht ausgegeben werden. Umgekehrt kann der Benutzer bzw. die Benutzerin mit Hilfe kleiner, im Handschuh befindlicher Vibrationsmotoren empfangene Sprach- oder Textnachrichten haptisch wahrnehmen.

Den zweite Platz belegte das Team rund um Christoph Veigl, Veronika David, Martin Deinhofer, und Benjamin Aigner vom Technikum Wien und ihr Projekt "Interaktionshilfen für Menschen mit schweren Bewegungseinschränkungen".

Der dritte Platz ging an das Team um Michael Pucher, Markus Toman, Bettina Zillinger, Cassia Valentini Botinhao, Junichi Yamagishi, Dietmar Schabus und Erich Schmid von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften mit dem Projekt "Sprachsynthese von auditiven Lehrbüchern für blinde Schüler/innen (SALB)".

Informationen zum WINTEC-Preis

Beim WINTEC-Preis werden jährlich innovative wissenschaftliche Projekte gesucht, die zum Abbau von Barrieren und zur Stärkung des Inklusionsgedankens beitragen. Dabei wird der Fokus auf Projekte gelegt, die geeignet sind, das gesellschaftliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung in der Gesellschaft zu fördern und damit die Inklusion voranzutreiben.

Zum zweiten Mal wurde der "Wissenschaftspreis Inklusion durch Naturwissenschaften und Technik" (kurz: WINTEC) im feierlichem Rahmen im Marmorsaal des Sozialministeriums von Sozialminister Stöger verliehen. Im Beisein von Moderator Werner Gruber und einer hochkarätigen Jury, zu der unter anderem Behindertenanwalt Erwin Buchinger und die Rektorin der Technischen Universität Wien, Sabine Seidler, zählten, wurden die FinalistInnen ausgezeichnet und die Siegerprojekte präsentiert.

Insgesamt wurde heuer ein Preisgeld von 18.000 ausgeschüttet, der 1. Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Designt und gefertigt wurde der Preis von der geschützten Werkstätte – Integrative Betriebe Salzburg GmbH.

(Quelle: Presseaussendung Sozialministerium vom 6. Oktober 2016)